verlangen
zerbrochen
schummernd
allein
so muss
die ewigkeit
so muss
sie sein
verlangen
zerbrochen
schummernd
allein
so muss
die ewigkeit
so muss
sie sein
Guten Tag im Tartengarten,
wo die spitzen Spaten warten,
die im Feld der Wortetorte,
rings umblüht von Bratensaaten,
ordentlich die Drähte jäten,
als die späten Nähte krähten.
„Ruhe!“ rief die Kuckucksuhr.
Alles das ist die Natur.
alle diese dinge hier
scheinen mir nicht wichtig.
heute kam ich an um vier
und alles war mir nichtig.
sehr gekümmert hat mich die
musik und all die leute.
oh wie schön ging all das unter
alles tot im heute.
ich bin ein schatten meiner selbst
und trau mir keinen schritt.
ich wünscht ein engel käme nun
und gäb mir einen tritt.
ich bin gespannt wie langs noch dauert
bis das alles endet.
stunden tage wochen lang
alle zeit verschwendet.
die schönheit der liebe vergossen
das mischen der farben verflossen
der zug in entgegene leben
der moment dazwischen, das schweben
gott ist der raum zwischen uns beiden
liebe ist die pure form von leiden.
wenn du denkst, dass das lied leiser wird, aber es nicht leiser wird und
du bangend noch eine halbe minute weiterlauschst,
anstatt die letzten züge der schönheit zu begreifen
und es dann tatsächlich leiser wird, verschwindet,
dann ist das genau die angst, die ich meine,
wenn ich frage
war es
das?
so gern wär ich dein
so gern wärst du mein
in meinem kopf
doch in deinem kopf
ein gehirn
Quentin Tarantinos Werke,
wenn ich das mal so bemerke,
lassen sich leicht runterbrechen:
Blut, Gewalt und viel Verbrechen,
starke Männer, Frauen, süße
Füße, Füße, Füße, Füße.
alles ist zerbrochen
heute nacht
keine gardine wie sie vorher hing
alles ist zerstochen
das licht brennt schemen durch die löcher
blendet meine trübe sicht
alles ist zerfallen
heute nacht
die zukunft düstert mir grummelnd entgegen
ich hoffe sie beruhigt sich ein wenig
kühlt ab oder erwärmt sich
erscheint ein wenig freundlicher
stopft einst auf eine ihrer weisen die alten gardinen
und lässt mich aufatmen
alles ist in ordnung
»Meiner lieben Enkelin
geb ich dieses Büchlein hin,
dass es voller Lust und Freude
keinen Platz im Schrank vergeude
und ich keine Reue büße,
dir nur deinen Tag versüße.«
Als ich diese Inschrift las,
schwelgend in der Landschaft saß,
fiel mir wieder einmal ein:
Ich möcht nicht gern vergessen sein.
Drum schreibe ich in jedes Buch
Verse, ja mal schlecht, mal gut
und weiß, dass wenn ich heiter leb
in diesen Versen weiterleb.
zum Film »Aguirre, der Zorn Gottes« von Werner Herzog
Nun auf ins frohe Ländlein
voll Schatz und voller Gold!
Wir setzen das in Brändlein,
was früher war uns hold.
Ein König will ich werden,
ein Kaiser, nein ein Gott.
Ich werd die Macht auf Erden,
wie fein, ja ach so flott.
Es zieht mich tief ins Innre,
Kein Dschungel hält mich auf;
kein Herr der es verschlimmre,
das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Ich kröne einen Kaiser
und baue uns ein Floß,
ich bin ja ach ein Weiser
und noch dazu so groß!
Ja denkst du nur ans Meutern,
so sei dir stets im Klaren:
der Herr er wird dich läutern,
die Wahrheit offenbaren.
So langsam wird es bitter,
das Essen wird mir knapp.
Das Pferd ist ohne Ritter
und ich bin ohne Knapp.
Der Kaiser ist jetzt auch tot,
lang lebe wohl nur ich,
im Baum da hängt ja ein Boot!
Das Meer erwartet mich!
Das Feuer ich nur schüre,
mich selbst nur du ausrottest,
ich nenne mich Aguirre
und sterbe im Zorn Gottes.