Quentin Tarantinos Werke,
wenn ich das mal so bemerke,
lassen sich leicht runterbrechen:
Blut, Gewalt und viel Verbrechen,
starke Männer; Frauen, süße
Füße, Füße, Füße, Füße.
alles ist zerbrochen
heute nacht
keine gardine wie sie vorher hing
alles ist zerstochen
das licht brennt schemen durch die löcher
blendet meine trübe sicht
alles ist zerfallen
heute nacht
die zukunft düstert mir grummelnd entgegen
ich hoffe sie beruhigt sich ein wenig
kühlt ab oder erwärmt sich
erscheint ein wenig freundlicher
stopft einst auf eine ihrer weisen die alten gardinen
und lässt mich aufatmen
alles ist in ordnung
»Meiner lieben Enkelin
geb ich dieses Büchlein hin,
dass es voller Lust und Freude
keinen Platz im Schrank vergeude
und ich keine Reue büße,
dir nur deinen Tag versüße.«
Als ich diese Inschrift las,
schwelgend in der Landschaft saß,
fiel mir wieder einmal ein:
Ich möcht nicht gern vergessen sein.
Drum schreibe ich in jedes Buch
Verse, ja mal schlecht, mal gut
und weiß, dass wenn ich heiter leb
in diesen Versen weiterleb.
Gestern starb mein Warzenschwein.
Um mich nun zu erden,
mich nicht zu gefährden,
trinke ich nun schwarzen Wein.
Heute starb mein Pferd.
Um mich nun zu erden,
mich nicht zu gefährden,
spreche ich mit Gerd.
Damit ich nicht in Stallen wein,
les ich Schillers Wallenstein.
Alle sterben irgendwann,
irgendwann sind wir auch dran.
Nein, ich bin kein Chiller,
darum les ich Schiller.
zum Film »Aguirre, der Zorn Gottes« von Werner Herzog
Nun auf ins frohe Ländlein
voll Schatz und voller Gold!
Wir setzen das in Brändlein,
was früher war uns hold.
Ein König will ich werden,
ein Kaiser, nein ein Gott.
Ich werd die Macht auf Erden,
wie fein, ja ach so flott.
Es zieht mich tief ins Innre,
Kein Dschungel hält mich auf;
kein Herr der es verschlimmre,
das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Ich kröne einen Kaiser
und baue uns ein Floß,
ich bin ja ach ein Weiser
und noch dazu so groß!
Ja denkst du nur ans Meutern,
so sei dir stets im Klaren:
der Herr er wird dich läutern,
die Wahrheit offenbaren.
So langsam wird es bitter,
das Essen wird mir knapp.
Das Pferd ist ohne Ritter
und ich bin ohne Knapp.
Der Kaiser ist jetzt auch tot,
lang lebe wohl nur ich,
im Baum da hängt ja ein Boot!
Das Meer erwartet mich!
Das Feuer ich nur schüre,
mich selbst nur du ausrottest,
ich nenne mich Aguirre
und sterbe im Zorn Gottes.